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Männer-Intim-Piercing

Frenumpiercing

ist für viele Männer der Einstieg ins Intimpiercing. Zumeist mit einem Ring wird das Häutchen durchstochen, welches die Vorhaut mit der Eichel verbindet. Damit es nicht herauswächst sollte ein wenig mehr Gewebe als das eigentliche Frenulum gepierct werden. Oft dehnt sich das Frenumpiercing rasch auch ohne Zutun, auf einen größeren Durchmesser. Nach dem Verheilen kann ein Ring mit großem Durchmesser eingesetzt werden, der bei einer Erektion den Penis unterhalb der Eichel eng umschließt, was sehr reizvoll sein kann.

Apadravya (dieses Piercing ist nicht ungefährlich)

verläuft senkrecht durch die Eichel und Harnröhre und verheilt etwas schneller als der Ampallang, da weniger Gewebe durchstochen wird. Man kann auch einen schon vorhandenen Prince-Albert, miteinbeziehen. Apadravya bedeutet in Sanskrit „Ersatzgegenstand“ und wurde schon vor 1500 Jahren im Kama Sutra als Hilfsmittel beim Sex „empfohlen.

Ampallang (dieses Piercing ist nicht ungefährlich)

Ein horizontal durch die Eichel gepiercter Stab heißt Ampallang. Dieses recht schmerzhafte und nur von einem in diesem Gebiet versierten Piercer durchzuführende Piercing wird auch heute noch in seiner ursprünglichen Heimat Borneo angebracht. Da viel Gewebe durchstochen wird dauert die Heilung manchmal mehr als ein halbes Jahr, wobei ein Verlauf durch die Harnröhre die Abheilung beschleunigen kann. Keinesfalls darf unterhalb der Eichel gestochen werden, da hier die Schwellkörper mit zwei Penisarterien, zahlreichen abzweigenden Rankenarterien und eine Vene verlaufen. Das Ampallang kann bei optimaler Pflege natürlich – auch bei unbeschnittenen Männern angebracht werden. Wichtig ist es, bei der Bemessung des Schmucks (meist ein Barbell) die Schwellung der Eichel nach dem Stich und bei der Erektion mit ein zurechnen. Obwohl bei den Stämmen Borneos wie, auch in Sumatra und Sulawesi das Ampallang angeblich zur sexuellen Stimulierung der Frau gestochen wurde, liegt sein Ursprung wahrscheinlich eher bei der erreichten Ähnlichkeit mit einem Nashornpenis. Das Geschlechtsorgan dieses für seine ausdauernde Potenz bekannte Tier weist von Natur aus eine Querverwachsung auf.

Prince Albert (dieses Piercing ist nicht ungefährlich)

Ist das beliebteste Genitalpiercing für Männer auch kurz PA genannt. Er verheilt innerhalb von ein bis vier Monaten, und wirkt sehr stimulierend für den Träger. Schmuck, meist ein Ring verläuft in den Harnröhrenmund und tritt auf der Unterseite des Penis auf Höhe des Frenulum wieder aus. Dadurch wird nur wenig Gewebe durchstoßen und das Piercing kann auch von unbeschnittenen Männern bequem getragen werden. Dass es beim Pinkeln vor allem beim ungeübten Neuling zu einem geteilten Strahl kommen kann, eine kleine Unannehmlichkeit dabei. Allerdings bekommt man das Problem meist schnell in den Griff. Allerdings empfinden dieses Piercing manche Frauen wie ein Sägeblatt. Es kann beim Stechen manchmal sehr bluten.

Reverse Prince Albert (dieses Piercing ist nicht ungefährlich)

Wird durch die Oberseite der Eichel gestochen und ist damit ein unvollständiges Apadravya. Der Reverse PA ist eindeutig eine moderne Erfindung. Die weit verbreitete Legende, der Gemahl der englischen Königin Viktoria ein derartiges Piercing besessen hätte um sein adeliges Gemächt im Hosenbein zu fixieren, ist historisch leider nicht zu belegen. Bei diesem Piercing ist es schon zu Einreisungen gekommen beim Geschlechtsverkehr, deshalb nicht zu empfehlen.

Dydoe  

Ist ebenfalls ein neues Piercing. Er wird meist paarweise durch den Rand der Eichel gestochen und kann nur angebracht werden, wenn dort genug Platz vorhanden ist. Er macht eigentlich nur bei beschnittenen Männern Sinn, da durch die zusätzliche Reibung durch die Vorhaut die ohnehin schon hohe Wahrscheinlichkeit des Herauswachsens noch gesteigert wird. Meist werden kleine gebogene Barbells verwendet.

Guiche (dieses Piercing ist nicht ungefährlich)

Wird horizontal durch das Perineum, dem Hautfältchen zwischen Anus und Hodensack gestochen. Dieses Piercing stammt aus der modernen Schwulenszene und gilt als sehr stimulierend. Um die Wirkung noch zu verstärken, versehen es viele Träger mit zusätzlichen Gewichten. Der Heilprozess kann sich recht langwierig gestalten, da der Guiche beim Sitzen eingeklemmt und beim Gehen belastet wird, Wichtig ist hier lockersitzende Kleidung und penible Pflege.

Hafadas (dieses Piercing ist nicht ungefährlich)

Können an beliebiger Stelle des Hodensacks durch eine Hautfalte getragen werden und dienen weniger der sexuellen Stimulation als zu dekorativen Zwecken.
Besonders schön sehen mehrere Hafadas in einer Reihe unterhalb des Penis entlang der dort natürlich verlaufenden Naht aus.
Hafadas dürfen nicht zu tief durchgeführt werden, da sonst Infektionsgefahr droht. Das wenig schmerzhafte Piercing heilt oft erstaunlich schlecht, da an dieser Körperstelle viel Reibung beim Gehen und feuchte Wärme die Wundheilung behindern. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Hafada unter dieser Belastung herauswächst. Ursprünglich angeblich als Initiationsritus nordafrikanischer Berberstämme entstanden, kam dieses Piercing im 19.Jahrhundert vermutlich mit französischen Kolonialsoldaten nach Europa.
Bei diesem Piercing kann es zu schweren Einblutungen(Hämatomen)in den Hodensack kommen!

Gesundheitliche Schäden die durch ein Piercing, ein Tattoo oder auch durch eine nicht notwendige Schönheit-OP entstanden sind werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr übernommen.   Die Kosten der ärztlichen Behandlung sind seit dem 01.07.2008 ausschließlich eine Privatleistung. Der Arzt oder auch Krankenhäuser sind verpflichtet worden, Meldungen an die jeweilige Krankenkasse zu melden.