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Schlupfwarzen

Schlupfwarze – Was ist das?

Ein Schlupfwarze ist eine anatomische Besonderheit. Eine Schlupfwarze kann sich auch bilden, wenn die Brust zu schnell wächst und die Brustwarze nicht „hinterher“ kommt.

Bei den Schlupfwarzen gibt es mehrere Ausprägungen. Die leichte Form lässt sich noch bei Reizungen hervor holen, die zweite Stufe lässt sich nur mit Druck nach außen stülpen und die dritte und schwerste Form ist die Kombination von Schlupf-und Hohlwarze, das heisst es ist nicht nur ein Zug nach innen, sondern es ist mit dem darunter liegenden Gewebe verwachsen und kommt nie nach außen.

Eine ganz leichte Form sind die Flachwarzen, diese zeigen keine Erhebungen und sind „ebenerdig“ mit dem Warzenvorhof.

Das heißt auch, dass die Milchkanälchen verkürzt sind und somit die Brustwarze mehr oder weniger nach innen ziehen und ein stillen schwierig bis unmöglich ist.

Beide Arten sind an sich nicht schlimm, stellen aber für die betroffenen Frauen sowohl eine ästhetische als auch psychische Belastung dar, die Frauen fühlen sich nicht vollkommen.

Wenn die Schlupfwarze extrem ausgebildet ist, kann sich diese Hautfalte durch Ablagerungen entzünden.

Vorsicht ist geboten, wenn sich so eine Schlupfwarze plötzlich bildet, nach dem man vorher normale Brustwarzen hatte. Da können Entzündungen des Brustgewebes, aber im schlimmsten Fall auch mal Brustkrebs dahinter verbergen, deshalb sollte dies auch immer medizinisch abgeklärt werden.

Schlupfwarzen können auch in sehr seltenen Fällen, wie schon in meinem Studio vorstellig geworden entstehen nach einer Brustdrüsenentzündung oder nach dem Stillen, wenn zum Bsp. Eine Mastitis (Milchstauentzündung) entstanden ist. In diesen Fällen war die Schlupfwarze nur einseitig.

Schlupfwarzen oder Hohlwarzen können aber auch im Normalfall nur einseitig oder auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Können Schlupfwarzen genetisch vererbt werden oder entwickeln die sich im Laufe des Lebens?

Gar nicht selten tritt dieses Phänomen familiär gehäuft auf, aber kann auch einzeln auftreten und manchmal entstehen sie auch nach Entzündungen oder nach dem Stillen, die letzteren Formen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Können die Schlupfwarzen von allein weg gehen?

In sehr seltenen Fällen ja, zum Beispiel durch Schwangerschaft und durchs stillen. Aber leider ist das manchmal nur eben in dieser Zeit und danach zieht sich die Schlupfwarze wieder zurück.

Kann ich nach dem Piercen auch noch stillen?

Ja, wenn das Piercing ordentlich abheilt und es zu keinen größeren Entzündungen kommt oder es vernarbt abheilt. Manche Menschen neigen zu Narbenkelloiden, das sind Narben, die sich gewebemäßig verdicken oder breit werden, dort könnte es unter Umständen schwierig werden zu stillen. Frauen, die zu dieser Kelloidbildung neigen, werden von mir bei Kinderwunsch und Stillwunsch nicht gepierct.

Kann man damit auch leben?

Ja, es gibt im Alltäglichen normal keine Einschränkungen, außer eben beim Stillen.  Da kann man sich eine gut ausgebildete Stillberaterin an die Seite holen. Die Schlupfwarzen sind genauso empfindsam wie eine normale Brustwarze. Allerdings ist da die psychische Belastung für die betroffenen Frauen, die nicht zu verachten ist, geschweige denn zu belächeln. Die Frauen schämen sich ganz oft dafür, kleiden sich nicht vor anderen aus, selbst manchmal nicht vor dem Partner.

Können Schlupfwarzen oder Hohlwarzen Probleme machen?

Wenn die sehr ausgeprägt sind ja, das heißt wenn die sehr weit nach innen gezogen sind, kann sich darin Talg sammeln  oder   Körperflüssigkeit durch schwitzen und das kann sich dann entzünden, da man vielleicht auch beim Duschen nicht ran kommt, weil die nie hervorkommen.

Gibt es Möglichkeiten, diese Schlupfwarzen und Hohlwarzen zu korrigieren?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Einem die Niplette , Brustwarzenformer, Operationen und Piercing.

Niplette: Das ist ein kleiner Trichter aus Kunststoff, der auf die Brustwarze aufgesetzt wird und mittels Ventil und einer Spritze einen Unterdruck erzeugt. Praktisch wird die Brustwarze nach außen gesaugt.

In der Zeit, wo man die Niplette trägt ist die Brustwarze draußen. Bei leicht ausgeprägten Schlupfwarzen kann man unter Umständen erreichen, dass die dann auch mal dauerhaft „lernt“ draußen zu bleiben.

In vielen Fällen ist das leider nicht der Fall.

Wenn man den Unterdruck zu stark wählt, kann es auch mal zu Hämatomen und Schmerzen kommen.

Kosten hierfür ab 35 €.

Brustwarzenformer:

Das ist eine kleine Platte mit einem Loch aus Plastik und wird im BH getragen und die Brustwarze soll dadurch sanft hervor gelockt werden. Bei sehr stark ausgeprägten Schlupfwarzen funktioniert das allerdings nicht.

Operation:

Dabei wird, mittlerweile oft auch unter örtlicher Betäubung ein kleiner Schnitt an der Basis der Brustwarze gemacht. Dann werden die Milchkanälchen durchtrennt und eine spezielle Naht gesetzt, die ein Zurückziehen der Brustwarze verhindern sollen. Ohne diese Naht wird es wenig funktionieren.

Manchmal wird den Frauen gesagt, dass hinterher ein Stillen möglich ist, leider sollte man sich nicht auf solche Versprechen verlassen. Die Struktur der Milchgänge ist kaum von der bindegewebigen Struktur der Brust, selbst unter Lupenvergrößerung nicht zu unterscheiden.

Risiken: Wundheilungsstörungen, Narbenbildung, Blutungen, Entzündungen, Thrombosen und Embolien und unter Umständen auch Absterben der Brustwarze, wenn die Naht zu eng gemacht wurde.

Der Arzt sollte in der plastischen und ästhetischen Chirurgie ausgebildet sein und im Bereich der Brustchirurgie erfahren sein.

Die Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen.

Kosten: rund 2000-3000 € je nach Aufwand.

Schlupfwarzen Piercing:

Dabei werden die Brustwarzen hervorgeholt, entweder manuell oder mit Hilfe einer Niplette, niemals mit einer Zange, wenn das der Piercer machen möchte, dann hat er keine Ahnung. Mit einer Zange würde man auch Brustwarzenvorhofgewebe mit fassen.

Danach wird die Stelle angezeichnet, wo das Piercing gesetzt werden soll.

Durch den Schmuck wird ein Zurückziehen der Brustwarze verhindert, da der Stab ähnlich wie ein Riegel dahinter funktioniert.

Am Anfang sollte ein deutlich größerer Stab eingesetzt werden, da sich die Brustwarze ja auch an die neue Situation gewöhnen muss und sich ein Stück vergrößern kann, wenn der Schmuck da schon passend in der Länge gewählt wäre, würde es zu Einschnürungen und Quetschung des Gewebe kommen. Eine Entzündung wäre damit vorprogrammiert.

Ringe sollte man nicht einsetzen, da durch den Ring zu viel Bewegung im Stichkanal ist und das dann auch nicht abheilen kann.

Der Piercer muss die Freihand Technik beherrschen, das heißt ohne Zange  zu piercen.  Denn Schlupfwarzen und Hohlwarzen erfordern eine spezielle Stichtechnik.

Risiken:

Wundheilungsstörungen, Narbenbildung, Blutungen, Entzündungen, Thrombosen und Embolien und unter Umständen auch Abstoßreaktionen (rauswachsen des Piercings)

Kosten: je nach Piercingstudio, aber im Durchschnitt ab 80 € pro Seite

Weitere Fragen und Antworten findest du hier.

Fotos von meinen Arbeiten (vorher – nachher) kannst Du auf Anforderung bei mir bekommen. Nimm hierzu bitte Kontakt zu mir auf.

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